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Die Triebe des Hundes

Der Beutetrieb ist dem Jagdtrieb nahe verwandt und äußert sich im Bestreben, Beuteobjekte zu fassen, festzuhalten und zu töten.
Allgemein: Der Beutetrieb ist schon beim Welpen vorhanden und prägt sich mit der Reifung weiter aus. Er zählt zu den trainierbaren Eigenschaften, daß heißt er kann durch Lernprozesse gefördert oder gehemmt werden. Somit ist er für die Schutzhundausbildung von großer Bedeutung.
Funktionskreis: Nahrungsaufnahme
Auslösbarkeit: Bewegtes Objekt (Beute) das sich ständig bewegt und vom Hund weg bewegt. (Siehe: Verhalten eines realen Beutetieres).
Triebziel: Beute packen, totschütteln, tragen.
Wichtig: Der Beutetrieb unterliegt jedoch der aktionsspezifischen Ermüdung und ist somit nicht ständig wiederauslösbar.

Der Wehrtrieb ist das Bestreben des Hundes sich gegen physische und psychische Bedrohung oder gegen offene Aggression zu verteidigen.
Allgemein: Wenn dem Tier offene Aggression entgegengebracht wird ihm aber die Fluchtmöglichkeit fehlt, kommt es zum Wehrverhalten. Nervenschache Hunden in dieser Situation können zum Angstbeißer werden.
Funktionskreis: Aggressionsverhaltens, kann sich mit verschieden anderen Funktionskreisen überlagern.
Auslösbarkeit: Drohen, Fixieren, aggressive Abwehr, Zubeißen. Auch die absichtliche Unterdrückung normaler Begrüßungen ist gleichbedeutend mit offener Aggression.
Triebziel: Das Triebziel, welches der Hund mit Wehrverhalten erreichen will, ist stets Meideverhalten beim Bedroher zu erzeugen.
Wichtig: Der Wehrtrieb ist ständig aktivierbar. Er unterliegt nicht der reizspezifischen oder aktionsspezifischen Ermüdung.
Deshalb muß er Bestandteil des Kampfverhaltens eines Schutzhundes sein.

Meideverhalten
Das Meideverhalten Schlüsselreiz wie Wehrtrieb.
Triebziel: Die körperliche Unversehrtheit.
Verhaltensweisen: Flucht, Zurückweichen, Verkriechen, das Unterlassen eines begonnenen Vorhabens, Demuts- und Unterwerfungsgesten. Auch das Meideverhalten ist jederzeit aktivierbar und wird häufig bei der Unterordnungsausbildung genutzt (ZWANG).
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Der Aggressionstrieb ist ein Teil des Wehrtriebes. Aktives Aggressionsverhalten ist immer eine soziale Aggression und ausschließlich eine Folge von Konkurrenz.
Allgemein: Er ist angeboren, wird aber durch die Entwicklung beeinflußt. Die soziale Aggression zählt zu den trainierbaren Instinktmäßigkeiten. Auch durch Schmerz (Stachelhalsband) kann Aggressivität erhöht werden. Die Schwellwerte der aggressionsauslösenden Reize sind am niedrigsten dort wo der Hund sich am sichersten fühlt. Hier wird seine Aggression am wenigsten durch Meideverhalten unterdrückt. Mit zunehmender Entfernung von der sicheren Umgebung nimmt die Kampfbereitschaft ab. Dieses gilt genau so für den Wehrtrieb.
Funktionskreis: Aggressionsverhalten
Auslösbarkeit: Rivalen, Konkurrenten. Droh- und Imponierverhalten, Demuts- und Beschwichtigungsgebärden sowie Besitzwahrung(eigenes Territorium), und die Individualdistanz. Triebziel: Flüchten, Ausweichen, Unterordnung oder aber die physische Beschädigung oder die Tötung des Gegners.
Wichtig: Persönliche Bekanntschaft d. Helfers setzt Aggressionshemmungen. Härte kann aggressionsfördernd wirken. Durch gleichzeitiges Provozieren von Aggression und Angst entstehen hohe nervliche Belastung für den Hund und er ist nur noch vermindert lehrnfähig (Streß).
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Der Kampftrieb beschreibt den lustvollen Gebrauch von Gebiß und Muskeln um sich im Kampf mit einem Rivalen zu messen. Er ist das Bestreben, die eigenen Körperkräfte mit einem Rivalen oder Feind zu messen, sei es im Spiel oder im Ernst.
Umschreibung eines erwünschten Verhaltens: ,,Spaß am Kampf mit dem Helfer!,, ,,Spontaneität, den Kampf zu suchen!"
Allgemein: Die Frage, ob es einen eigenständigen Kampftrieb gibt, ist längst nicht geklärt!
Eine wesentliche Komponente des sogenannten. Kampftriebes ist auch hier der aktive Bestandteil des Aggressionstriebes (soziale Aggressivität) d.h. der Helfer ist der Konkurrent des Hundes.
Wir wünschen uns den Hund der Spaß daran hat mit dem Helfer zu kämpfen. Dies setzt voraus das sich der Hund unbelastet mit dem Helfer auseinander setzt und nicht ständig um sein Leben kämpft. Diese Eigenschaft reift erst mit zunehmendem alter voll aus.
Funktionskreis: Spieltrieb
Auslösbarkeit: Um den Kampftrieb beim Hund zu fördern muß der Hund den Helfer als Konkurrenten sehen.
Dazu muß er folgendes lernen und erfahren: Beuteförderung
Wehrtriebförderung (Beute erkämpfen verteidigen, gegen den Helfer verteidigen.)
Den Helfer einschüchtern, unterordnen
Triebziel: Dominants, will sich den Helfer (Gegner) unterordnen.
Wichtig: Hunde die allein aus dem Wehrtrieb heraus den Schutzdienst absolvieren, müssen noch längst keinen guten Kampftrieb besitzen. (Keine Veranlassung den Helfer zu verfolgen, aber in den Angriffsphasen voll da.) Aber alle Hunde mit gutem Kampftrieb haben einen ausgeprägten Beutetrieb.
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Der Schutztrieb ist die Bereitschaft, dem von einem Feind bedrohten Meutegefährten schützend beizustehen und ihn zu verteidigen. Er setzt Kampftrieb, Unerschrockenheit und erwünschte Schärfe voraus.
Allgemein: Für die Schutzhundausbildung gehört der Schutztrieb neben der Wesenssicherheit zu den wertvollsten Wesenseigenschaften des Schutzhundes.
Funktionskreis: Aggressionsverhalten
Auslösbarkeit: Angriff auf einen Meutegefährten.
Triebziel: Den Angriff auf einen Meutegefährten abzuwehren.
Wichtig: Schutztrieb muß nicht immer mit Mut gepaart sein.
Der wirkliche Schutz kommt aus den Tiefen der Hundeseele, so der Hund seinen Herrn liebt!


Der Bewegungs-, Betätigungs- und Spieltrieb ist der Drang die angestaute physische und psychische Energie in Form von Bewegung zu Entladen.
Allgemein: Der Spieltrieb ist bei jungen Hunden (bis 6Mon.) besonders ausgeprägt zu beobachten (Schutzhundausbildung/die optimale Ausnutzung des Spieltriebes bewahrt dem Schutzhund Arbeitsfreude bis ins hohe Alter).
Funktionskreis: Spieltrieb
Wichtig: Bei der Ausbildung im Bereich Unterordnung von großer Bedeutung.

Der Jagdtrieb ist im Ernährungstrieb verankert und stellt durch aufspüren, verfolgen und reißen der Beute die Nahrungsaufnahme und damit das Überleben sichern.
Auslösbarkeit: Hunger, Aktivierung des Beutetriebes (fliehende Beute) kann bei der Fährtenarbeit genutzt werden.

Der Spürtrieb äußert sich in der Bereitschaft eine Tier- oder Menschenfährte aufzunehmen, und diese freudig und ausdauernd mit tiefer Nase zu verfolgen.
Bei der Fährtenarbeit von Bedeutung!

Der Bringtrieb ist das Bestreben Beuteobjekte aufzunehmen zu verschleppen, zu verstecken oder zu bringen. (Schutzhundausbildung / Bringübungen).

Der Geltungstrieb zeigt das Bestreben des Hundes innerhalb der Meute eine möglichst ranghohe Stellung einzunehmen.

Der Selbsterhaltungstrieb dient einzig und allein der eigenen körperlichen und seelischen Unversehrtheit.

Der Fluchttrieb ist das Bestreben sich einer Gefahr durch Flucht zu entziehen.
(Schutzhundausbildung/ein übersteigerter Fluchttrieb ist für die Ausbildung nicht wünschenswert).

Der Arterhaltungstrieb ist das Bestreben die Art zu erhalten. (Soziale Aggression)

Der Sexualtrieb dient einzig und allein der Arterhaltung. Er ist ein Instinkt und ist im Erbmaterial verankert.


Der Pflegetrieb ist ein im Erbmaterial fest verankerter Instinkt. Aufzucht der Welpen durch die Mutterhündin.

Der Meutetrieb äußert sich im Bestreben sich zu einer Tier- oder Tier- Menschgesellschaft zusammenzuschließen (Rudelgemeinschaft), an die er sich gebunden fühlt und in welcher sich seine auf die Meute ausgerichteten Triebe auswirken.

Quelle:http://home.wtnet.de/~mluk/html/triebdefinitionen.html

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