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schwarzer Boxer (1)-Schwarze Boxer und deren Geschichte-
(Fotos: Josie vom Sonnenschein)

Zu den sogenannten Fehlfarben des deutschen Boxers gehört neben dem Farbschlag weiß auch der Farbschlag schwarz.
Die Geschichte der schwarzen Boxer reicht zurück bis zum ersten Boxerstammbuch, welches 1904 herausgegeben wurde.
 Im Deutschen Boxer-Stammbuch Nr.1-1904 wurden drei schwarze Boxer eingetragen.
Das entspricht einem Verhältnis zu den anderen 208 Eintragungen von nur 1,42%.

  • Zb.Nr.: 92, "Peter", Rüde, schwarz, schwach goldgestromt, weiße Abzeichen an Kopf, Hals, Brust,Pfoten. Gew.: 16. Januar 1901 Vater: unbekannt Mutter: Flora-Uebelacker (aus einer durch Mr. Smith-Planegg aus Amerika mitgebrachten Boston-Terrier-Hündin)
  • Zb.Nr.: 178, "Graf Blitz von Graudenz", früher "Blitz-Mohr", Rüde, schwarz mit kleinem weißen Brustfleck. Gew.: 03.November 1903 Prämiert : I. und EPr. JK. Worms 04
  • Zb.Nr.: 181, "Ralph-Mohr", Rüde, schwarz mit ganz kleinem weißen Brustfleck. Gew.: 03. November 1903, Vollbruder zu "Graf Blitz von Graudenz"

Im Deutschen Boxer-Stammbuch Nr.3-1910 wurden zwei schwarze Boxer von insgesamt 489 Boxern eingetragen. Das entspricht nur noch einem Verhältnis von 0,41%.

  • Zb.Nr.: 649, "Gräfin Tilly von Graudenz", Hündin, schwarz, weiße Brust und Zehen. Gew.: 28. August 1903 Vater: Körner's Lord (Chemnitz) schwarz Mutter: Weber's Tilly (Neusorge) gestromt
  • Zb.Nr.: 678, "Mira von Danzig", Hündin, schwarz mit weißer Brust. Gew.: 22. Februar 1907

Der wohl bekannteste von den oben angeführten schwarzen Boxern ist wahrscheinlich "Graf Blitz v. Graudenz", er wurde ausgestellt und prämiert. Der "Entdecker" der schwarzen Boxer war O. Schachner. Er züchtete den schwarzen Farbschlag und erwarb "Graf Blitz von Graudenz", welcher der "Stammvater" des "neuen schwarzen Farbschlages" sein sollte. "Lore v. Eisleben", die Mutter von "Graf Blitz v. Graudenz", soll eine Bulldoggen-Hündin gewesen sein, die während einer Ausstellung zufällig von einem Schnauzer gedeckt wurde, was aber bis heute noch nicht belegt werden konnte.

Die weiblichen Nachkommen des "Graf Blitz v. Graudenz" ("Biola" und "Asta v. Graudenz") waren ebenfalls schwarz und laut Halterin und Züchterin (Fr. Stockmann) "Spitzentiere". Stockmann war von diesen beiden Hündinnen begeistert und wollte diesen Farbschlag züchten. Freunde rieten ihr davon ab, denn sie meinten, daß es sich lediglich um sehr dunkel gestromte Boxer handle.
Dann gelang es Edmund Halter mit "Linda v. Spitzberg" und "Rolf v. Vogelsberg" einen qualitativ hochstehenden schwarzen Wurf zu züchten. Solch ein guter Wurf wurde seitdem nie wieder auf Ausstellungen gezeigt. Ein Abkömmling von diesen Tieren ist der schwarze, hochqualitative "Flock von der Adelegg".

schwarzer Boxer (2)Stockmann züchtete auch gezielt auf den schwarzen Farbschlag und erhielt aus einer Verpaarung von "Rassel vom Dom" und "Flock v. d. Adelegg" einen Wurf mit drei Welpen, einen gestromten Rüden, einen schwarzen (mit großen weißen Abzeichen) Rüden (Utter) und eine schwarze Hündin (Ulla). "Utter vom Dom" wurde von O. Schachner erworben, "Ulla vom Dom" behielt Stockmann selbst.
"Graf Gerold von Graudenz" ZBNr.: 1654 ca. 1920-4, ein schwarzer Boxer aus der Zucht von O. Schachner.
Aufgrund "unsportlicher Verbreitungspolitik" des schwarzen Farbschlags von Schachner und seinen Anhängern kam es in Boxerkreisen zu Unwillen, Streitigkeiten und Ablehnung dieses Farbschlags. Richter sollen verpflichtet worden sein, keine schwarzen Boxer auf Ausstellungen an die Spitze zu stellen. Diese Streitigkeiten spürte auch Stockmann auf einer Ausstellung in München: "...erster Platz verweigert und zweiter Platz ausgelassen" Im Richterbericht stand : "Für Liebhaber dieser schwarzen Farbe wohl ein schöner Hund, auf Ausstellungen wird er aber keinen Erfolg haben!"
1924/5 wurden die weißen und schwarzen Farbschläge endgültig zu Fehlfarben erklärt und wurden nicht mehr zur Zucht zugelassen: Begründung: Die Schwarzen stammten vom Schnauzer ab und dadurch sei die Farbe artfremd. Der Boxer-Klub vertrat die Meinung, daß man artfremdes nicht anerkennen könne."
Auf der Hauptversammlung 1927 wurde beschlossen, schwarze und weiße Scheckenboxer, deren Grundfarbe als weiß zu bezeichnen ist, nicht mehr einzutragen.

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